Herman van Veen-Schule

Förderschule der Stadt Mönchengladbach


Schülerfirma Crêperie


Aus einem Unterrichtsvorhaben des Hauswirtschaftsunterrichts gewachsen, bietet eine Oberstufen-Klasse bereits seit 2013 regelmäßig an einem festgelegten Tag der Woche (zuletzt Freitag) den Verkauf von Crêpes an die gesamte Schulgemeinde. Die begeisterte Nachfrage von Schüler*innen, Lehrer*innen und sonstigen Mitarbeiter*innen führte zur Gründung der Schülerfima, die den ausführenden Schüler*innen schon in der Oberstufe vielfältige Lernfelder bietet, die insbesondere durch die Vielfältigkeit und Komplexität der Anforderungen innerhalb der einzelnen Handlungsschritte als auch hinsichtlich der Koordination dieser vielen Anforderungen späterer beruflicher Kontexten gleicht und somit auf diese vorbereitet:

  • Vorbereitung der benötigten Arbeitsfläche, -geräte und Kalkulation und Bereitstellung der benötigten Lebensmittel

  • Zubereitung des Crêpes-Teig nach Rezept und Backen mit dem Crêpes-Eisen

  • Arbeiten „auf Bestellung“ (Menge & Variation „Sucre“, „Choco“ etc.)

  • Ansprechende Präsentation auf dem Teller

  • Logistische Prozesse: (begrenzt kalkulierbare) Bestellung – Zubereitung - Kassieren - „Lieferung“ der bestellten Crêpes in andere Klassen, Umgang (Rechnen) mit Geld, Umgang mit Kunden

  • erweiterte Handlungsfelder: Evaluation von Handlungsabläufen, Beilegung von Konflikten, Optimierung von Handlungsabläufen, Kreativprozesse zur Erstellung neuer Produktvarianten und für Werbestrategien, Errstellen von Plakaten, Bestellzetteln für Klassen zur besseren Planung/Abwicklung usw.

Innerhalb der Schulgemeinde herrscht weitgehend ein Klima solidarischer und kooperativer Zusammenarbeit: nicht erfüllte Ansprüche der Crêpes-Kunden können meist von den Schüler*innen sowohl auf „Kunden-“ als auch „Verkäufer-Seite“ selbst konstruktiv reflektiert, fast immer aber auch „verziehen“ werden. Aufgrund der etablierten Qualität des Produkts ergibt sich immer wieder ein recht hoher Anspruch sowohl an die Qualität der Crêpes ebenso wie an den Service, der die Bestellungen aufnimmt, an die „Küche“ weitergibt und dann dem Kunden serviert. Es wird viel erwartet, aber auch viel „verziehen“. Dies schafft ein optimales Lern-Klima: die beteiligten SchülerInnen zeigen ein hohes Maß an „Werkstolz“: sie bekommen entsprechendes Leistungs-Feedback der Schulgemeinde, „evaluieren“ natürlich auch selbst ihre Produkte im Rahmen des gemeinsamen Frühstücks und der mit überschüssigen Teig hergestellten Crêpes.

(Steinhauer)